Berlin Web Week

Auf der re:publica sind ja die Experten unterwegs. Die können Internet. Wenn die QR-Codes auf Plakate drucken, dann muss das Hand und Fuß haben.

Schauen wir uns als erstes den Stand der Berlin Web Week an:

20120503-114309.jpg

Pluspunkte: Die Größe ist top. Kann man scannen, man muss nicht auf die Knie gehen oder das Handy in die Luft werden. Schön auch die gestalterische Ausnutzung der Fehlertoleranz von QR-Codes. Der kleine Alex ist niedlich.
Nicht so toll: Ich habe keine Ahnung, was mich hinter dem Code erwartet. Warum soll ich den überhaupt scannen?

Ich mach’s trotzdem und auf meinem Display erscheint Folgendes:

20120503-114526.jpg

Ach du scheiße. Maximal verkackt.. Der nächste, bitte!

Nudel-Guerilla

Eine wundervolle Plakat-Guerilla-Kampagne hat das Züricher Theater Rigiblick abgefeuert: Um auf das Stück „Loriot“ aufmerksam zu machen, wurden Guerilla-Spaghetti auf  Fremdplakaten mit großen „Gesichterflächen“ angebracht. An der Nudel hing ein kleines Etikett mit einem QR-Code, hinter dem Infos zum Stück und dem Theaterspielplan zu finden waren. Charmante Idee…

(Die anschaulichen Bilder dazu auf ONEtoONE, ich kam leider nicht an die Bildrechte…)

PENNY. Gut gemacht.

Letzte Woche (oder so) startete eine neue PENNY-Kampagne, die auf allen Kanälen trompetete. Natürlich auch auf Plakaten, hier an einer Bushaltestelle:

Seht ihr den QR-Code? Sogar in scanbarer Höhe!

Dahinter verbirgt sich eine mobiloptimierte Webseite. Deren URL (bit.ly-URL, damit man auch den Erfolg messen kann) ist auch unter den QR-Code gedruckt, dazu steht da auch noch, was man hinter dem QR-Code erwarten kann („Jetzt scannen und das PENNY Einkaufserlebnis in Ihrer Nähe finden.“). Die dann folgende Webseite ist nicht nur mobiloptimiert, sondern verwendet auch die Geo-Location-API des Smartphones, um dem Nutzer die nächste Filiale raussuchen zu können und einen direkten Link in die Routenplanung zur nächste Filiale in Google Maps anzuzeigen. Öffnungszeiten sind auch dabei!

Da kann man nicht meckern. Alle Regeln wurden befolgt. PENNY hat’s verstanden.

(Übrigens scheint PENNY gerade echt Bock auf QR-Codes zu haben. Es werden jetzt auch die Produkte mit Zusatzinfos per QR-Code ausgestattet…)

Volksbank Plakat im Bahnhof Gießen – Wir machen den QR-Code zu klein

Der Klassiker. Gesehen im Bahnhof Gießen, in der Bahnhofshalle. Ein Plakat der Volksbank Mittelhessen hängt an der Decke und begrüßt die Reisenden in der Universitätsstadt Gießen. So weit, so gut. Eine Begrüßung ist immer begrüßenswert.

Leider platzierte man einen QR-Code auf dem Plakat und leider kann man diesen QR-Code nicht scannen. Er hängt drei Meter über mir in der Luft und weder ich, noch irgendjemand sonst kann so hoch springen um diesen QR-Code zu scannen.

Auch alle anderen Standards wurdne hier nicht beachtet.

– keine URL unter dem QR-Code
– keine Erklärung, was dieses schwarz-weiße Feld eigentlich ist

Schade um das Budget und vor allem um den Platz auf dem Plakat. In dieser Art funktioniert ein QR-Code nur, wenn man sein Handy durch die Luft wirft und auf diesen Weg versucht, den Code zu scannen. Die Erfahrung zeigt aber, dass das niemand macht.