QR-Codes überkleben

Praktisch: QR-Codes sind maschinenlesbar. Unpraktisch: QR-Codes sind nicht menschenlesbar (zumindest, wenn man nicht Neo heißt). Das bedeutet nämlich auch, dass die Codes eigentlich beliebig (zB durch Überkleben) manipulierbar sind – schließlich sieht man erst, was dahinter steckt, wenn man schon gescannt hat. Dieser „Exploit“ kann natürlich ebenso beliebig fies ausgenutzt werden, sei es durch die Hinterlegung von Schadsoftware auf den manipulierten Ziel-Websites oder auch durch inhaltliche Manipulation. Letzteres geschah zum Beispiel in Mainz, die QR-Codes auf den Wahlplakaten zur Oberbürgermeisterwahl wurden überklebt, die Frankfurter Rundschau zitiert Politiker der betroffenen Parteien:

„Wir haben drei bis vier Varianten gefunden, jeweils mit dummen Sprüchen. Ein Beispiel: ,Was ist grün und trägt ein Kopftuch? Eine Gürkin!’“

„Auf Plakaten auf dem Lerchenberg und am Schloss waren plötzlich QR-Codes mit Werbung für ein Feriendomizil auf Sylt.“

Lustig finde ich vor allem die Vorstellung, dass die Wahlkämpfer mit Ihren Smartphones von Plakat zu Plakat gezogen sind, um zu kontrollieren, ob das Plakat noch auf die richtige Webseite verlinkt.

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